2014/04/13

Möhren-Kichererbsen-Salat mit Petersilie und Feta + Gewinner von {TREE OF TEA}


Heute ist Sonntag und das Wetter ist – im wahrsten Sinne des Wortes – aprilfrisch. Sonne und blauer Himmel wechseln sich mit düster drein blickenden Regenwolken ab, die Temperatur schwankt zwischen T-Shirt und Fleecedecke. Ich finde das eigentlich ganz charmant (die Jahreszeiten sollten sich öfter an das halten, was man ihnen nachsagt), habe aber doch ein bisschen unter dieser wechselhaften Muffeligkeit zu leiden, die solche Mal-Hü-mal-hott-Aktionen da oben bei mir verursachen.

So verbrachte ich diesen Sonntag zum ersten Mal seit langer Zeit mit… gar nichts. 
Kurz bevor ich mir den Hintern komplett quadratisch gesessen und gelegen hatte, erinnerte ich mich an ein Rezept, das wenig Aufwand und viel Ergebnis versprach und ich erst vor kurzem auf Majas Blog moey's kitchen erspäht hatte. Der lauwarme Salat von geschmorten (Baby-)Möhren, Kichererbsen, Petersilie und Feta verbindet schon im Titel alles was ich gerne mag, musste insofern gut bei mir ankommen. Nachdem auch der Mann Hunger vermeldete, schaffte ich es dann tatsächlich, mich kurz von dem Sofa zu erheben und uns den Salat zu zaubern. Und fotografiert habe ich ihn dann auch noch!

Wenn es eine Art Blogger-Oscar in der Rubrik „Faulster Shoot“ gibt, so habe ich ihn hiermit verdient. 

Euch lege ich diesen Salat ans Herz, weil a) schnell, b) lecker, c) passt super zur upcoming Grillsaison.
Ich habe normale Möhren dafür genutzt, die schmecken zur Zeit aber auch sehr lecker. Rezept ist wie immer leicht abgewandelt (mehr orange und mehr grün, dafür weniger weiß).
Theoretisch könnte man den Salat mit einem Hauch Kreuzkümmel auch noch orientalisch anhauchen, aber mir gefiel die minimalistische Version sehr gut.


Möhren-Kichererbsen-Salat mit Petersilie und Feta
Rezept für 2 Portionen

Zutaten
400 g geschälte und geputzte Jungmöhren 

Schale und Saft von 1/2 unbehandelten Zitrone
Salz
Olivenöl
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
1 Dose Kichererbsen (Abtropfgewicht 265 g)
3-4 EL Petersilie, glatt und gehackt 
50 g Feta


Zubereitung
Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. 

Die Möhren in etwas dickere Scheiben schneiden, mit Zitronenabrieb und 1 EL Öl mischen.

Mit Salz und Pfeffer würzen, gut vermengen und zusammen auf ein tiefes Backblech legen. Ab in den Ofen und ca. 25 Minuten garen, bis die Möhren weich sind. 

Kichererbsen abgießen und unter fließendem Wasser abspülen. In eine Schüssel geben

Die fertig gegarten Möhren samt Öl zu den Kichererbsen geben. Die gehackte Petersilie und den Zitronensaft dazugeben und gut untermischen. Abschmecken und eventuell noch mehr Öl oder Säure zugeben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat auf zwei Tellern verteilen, den Feta gleichmäßig darüber krümeln, eventuell mit noch mehr Petersilie garnieren und sofort servierne.


Quelle
Moey's Kitchen


Und PS: 
Hier noch der Gewinner der TREE OF TEA-Verlosung. 
Herzlichen Glückwunsch. :-) Du kriegst Post!


2014/04/09

Knallhart getestet: Die FOODIST Box



Ich habe mit diesem Boxenwahnsinn, der seit Anfang 2012 um sich greift und immer verrücktere Ausmaße annimmt, nicht so viel am Kopp. Abo- und Überraschungsboxen gibt es mittlerweile für alle möglichen Sparten: Beautyprodukte, Lebensmittel, Getränke, Süßigkeiten, Klamotten, Tiernahrung, Wellness, Babybedarf, Blumensträuße, Nahrungsergänzungsmittel – es bieten sich dem (gelangweilten? abenteuerlustigen? superreichen?) Konsumenten also allerlei Wahlmöglichkeiten.

Auch ich hab's mal versucht, vor zwei Jahren bestellte ich mir eine Glossybox – den Klassiker der Beauty-Boxen – fand aber schon die erste Box so scheiße, dass ich das Abo direkt wieder gekündigt habe. Das war's dann auch für's erste, auch wenn ich nebenbei immer mal mitverfolgt habe, was in der Boxen-Szene so los ist. So richtig drumherum kommt man als Blogleser ja eh nicht, und so ein bisschen neugierig bin ich von Natur aus eh. Das ist auch der Grund, wieso ich nun doch eine weitere Box getestet habe: Die Foodist Box.

Was ist die Foodist Box?
Foodist ist nicht einfach nur eine Box mit Lebensmitteln. Foodist ist die „Überraschungsbox für Gourmets“ – so beschreiben sie sich zumindest selbst. Das Team ist in ganz Europa unterwegs, um exklusive Delikatessen in kleinen Manufakturen und Start-Ups aufzutreiben. Letztlich handelt es sich um 6–8 Lebensmittel; der Gesamtwarenwert liegt in jedem Fall über 30 €. Den Verbraucher kostet der Spaß dann 24 € (inklusive Versand); er erhält die Box ungefähr in der Mitte eines jeden Monats und kann selbstverständlich jederzeit kündigen.
Eine Besonderheit ist, dass der Onlineshop die Produkte auch zum Nachkauf anbietet. Das macht natürlich Sinn, wenn man schwer zu erstehende Raritäten anbietet. Insofern: Ein rundum durchdachtes Konzept.

Und ich denke, jeder wird verstehen, warum allein die Beschreibung mein kleines, altes Herzchen schneller schlagen lässt: Schwer aufzutreibende Delikatessen kleiner Manufakturen – genau mein Ding. Nichts anderes würde ich mit meinem Leben anstellen wollen, als von Ort zu Ort reisen und kulinarische Schätze entdecken – hätte ich denn die Mittel dazu. Habe ich nicht, okay, also weiter foodbloggen. Fahren wir fort.

Ja, was war denn nun alles in der Foodist Box?  
• Das „White Truffle Flavour Oil“ von Truffle Pig? – Grandios, es genügen 3-4 Tröpfchen um aus meinem schnöden Kräuterquark die Deluxe-Version zu zaubern. Selten habe ich so ein intensives Trüffelaroma geschmeckt und geschnuppert. Ein absolutes Highlight in meiner Öl- und Essigsammlung.

• Die „Mandel Trüffel“ von Belvas? – Waren so schnell weg, dass ich eine extra Runde im Fitnessstudio einlegen musste. Diese Trüffel waren sowas von sündig, cremig, süß, lecker, dass ich kaum an mich halten konnte. Noch dazu ist das Unternehmen EMAS-zertifziert, und trägt demnach das Siegel des weltweit anspruchsvollsten Systems für nachhaltiges Umweltmanagement.

• „Johannisbeere & Basilikum in Honig“ von Kaiser Honig? – Ich habe noch nie so etwas abgefahrenes gegessen. Zuerst schmeckt man ganz klar die Johannisbeere, dann, ein paar Sekunden später, schlägt die Basilikumbombe ein. Völlig verrückt, aber gerade deswegen einen Versuch wert.
Kaiser Honig kannte ich sogar schon von meinem letzten Berlin-Trip, umso lustiger fand ich, dass nun ein Produkt in der Box war. Bei Kaiser Honig gibt's eine Menge verrückte Dinge, die mit Honig gemacht werden: Minze und Mandel, Rosine und Rosmarin – ich weiß schon jetzt, dass ich sie alle testen werde.

• „Totally Minted Choc Chip-Marshmallows“ von Art of Mellow? – Weder ich noch der Mann sind Marshmallow-Fans, wenn wir nicht gerade am Lagerfeuer sitzen und sie auf langen Holzspießen grillen. Gegessen habe ich die hier (natürlich) trotzdem. Für Fans bestimmt eine tolle Sache, für mich total zu vernachlässigen: Auch weil der Preis von 4,50€ für 6 Marshmallows (85 g) ein bisschen heftig ist. Die Marshmallows sind demnach das Produkt mit dem schlechtesten Preis-/Leistungsverhältnis der Box.

• „Exceptional Cheddar&Spicy Chilli Straws“ von NibNibs? – Hergestellt in kompletter Handarbeit, das heißt, sogar handgerollt! Kann man mal machen. Zuerst fanden wir die Stangen nur okay, entdeckten aber schnell das süchtigmachende Potenzial und haben dann doch noch am selben Abend alle vernichtet. Ein sehr intensives Cheddar-Aroma, begleitet von einer süßen Schärfe. Fanden wir grandios und hätten nichts dagegen, die öfters mal ins Körbchen zu packen.

 „Lime & Lemongrass Getränkesirup“ von Mr Fitzpatricks Vintage Cordials? – Wir so: Geil, was zu trinken? Flasche aufgerissen und angesetzt. Hätten wir gewusst, dass es sich um einen Sirup handelt… ihr wisst, wie die Geschichte ausgeht. Immer brav die Etiketten lesen, Gier wird sofort bestraft.
Vermischt mit Sprudel ist es dann auch wirklich ein sehr leckeres Getränk, das sich gut bei meinen Geburtstagsgästen machen wird.

Zudem gibt es in jeder Foodist-Box noch eine Art Begleitmagazin, in dem eine kurze Einführung zu jedem Produkt nebst Foto der Menschen dahinter zu finden sind. Das finde ich äußerst sympathisch – es ist doch immer schön, zu wissen, wer welches Lebensmittel warum herstellt. Ist halt schöner, als einfach nur eine Tüte Erdnussflips bei Aldi zu kaufen.
Ein nettes Magazin zum schmökern, dem allerdings ein Hauch Professionalität abhanden geht durch nicht hochaufgelöste Fotos. Für einen Moment nahm ich an, meine Augen seien so schlecht geworden, aber sie sind tatsächlich fast durchgängig pixelig. Da würde ich mir eine Verbesserung wünschen, da es das ansonsten hochwertige Produkt – im wahrsten Sinne des Wortes – leicht trübt.

Und soll man die Box nun bestellen oder eher nicht?
Ich finde, dass die Foodist Box definitiv ihr Geld wert ist und ein tolles Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Viele potenzielle Kunden scheuen vor den Überraschungsboxen zurück, weil sie Angst haben, unbrauchbare Produkte zu erhalten – das kann ich gut verstehen und ist auch bei mir, wie oben angedeutet, mit ein Grund für meine Zurückhaltung. Diese Gefahr sehe ich bei der Foodist-Box weniger als bei anderen Boxen: Denn wenn nicht für solche Lebensmittel, wofür sollte sich die Zielgruppe sonst interessieren? Sicher, die eine oder andere Sache, auf die man nicht so unglaublich abfährt, wird wohl mal dabei sein – siehe hier z. B. die Marshmallows – aber als hochwertiges Mitbringsel, Schwiegermuttergeschenk oder Kollegenbestechung taugt es ja immer noch, sollte man sich selbst nicht zu einem Geschmackstest durchringen können.

Letztlich aber sind 24 € immer noch 24 €, und damit gehört die Box zu den teuersten auf dem Markt im Food-Segment. Für 24 € kann ich auf meinem Markt 15 Kilo Äpfel oder Möhren kaufen. Ihr versteht, worauf ich hinaus will? Ich erhalte hier ja keine existenziell notwendigen Dinge, sondern Luxus. 24 € für so „nebenbei“ kann ich vor meinem sparfüchserischem Ich (das Wort habe ich gerade erfunden, aber es klingt ganz gut) schlecht rechtfertigen

Aber: Ich kenne mich nach 29 Jahren auf diesem Planeten auch ganz gut. Deswegen weiß ich, dass ich früher oder später zum Nachkäufer werde. Ihr auch?
Für alle diejenigen, die die Foodist Box mal testen wollen habe ich noch einen kleinen Anreiz für euch: Bei der Nutzung des Gutscheincodes feinesgemüse bei der Erstbestellung erhaltet ihr 20% Rabatt. Ich finde, unter diesen Umständen könnt ihr euch das ruhig mal gönnen. ;-)

* Die Foodist Box wurde mir kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt; mein Testbericht bleibt davon natürlich unberührt.

2014/03/30

Red Velvet Cupcakes


Ein Red Velvet Cupcake ist für mich der Inbegriff amerikanischer Backkultur: Die krasse Farbe, das irrsinnig süße Frosting… als ich für mein Geburtstagskuchenbuffet das Thema „USA“ festsetzte, waren Red Velvet Cupcakes das erste, was mir in den Sinn kam.

Kein großer Zauber, eigentlich: Ein fluffiger Standardteig – lecker, ohne Frage, der aber einzig und allein durch die rote Farbe so besonders wird. Für diese müsst ihr unbedingt gute Lebensmittelfarbe kaufen – nix von Dr. Oetker oder so, das wird nix. Ich habe rote Gel-Farbe von Wilton verwendet. Diese bekommt ihr teilweise schon im gut sortieren Handel, ich aber musste übers Internet bestellen.
Dann natürlich ein Frosting, zusammengerührt aus einer Lastwagenladung Puderzucker, Butter und Frischkäse. Ich würde es beim nächsten mal anders machen, denn diese leicht knirschige Konsistenz, diese Süße, die einem so richtig in die Zähne zieht – das ist einfach nicht mein Ding. Ich mag meine Häubchen lieber mit ausgeprägtem Frischkäsegeschmack, gerne süß, aber eben nicht zahnwehsüß.

Da es hier aber um die „klassischen“ RVC geht, die mit einem „klassischen“ Frosting verziert werden, sollt ihr trotzdem das Rezept bekommen. Vielleicht macht ihr ja auch mal so einen Themenbuffet, wo authentische Rezepte gefragt sind? Ich fand das eine tolle Sache und werde zukünftig öfter mal nach Themen Geburtstage und andere Feiern ausrichten.
Für das USA-Motto habe ich neben diesen Cupcakes habe ich noch Whole Grain Apple Crumble Muffins, New York Raspberry Cheesecake und Double Chocolate Popcorn Brownies für meine Gäste zubereitet – der Carrot Cake ging leider auf halbem Weg „verschütt“.

Nun ja. Eins ist euch mit diesen Cupcakes auf jeden Fall sicher: Aufmerksamkeit. Und das ist manchmal ja auch ganz schön. Also reißt euch zusammen, beißt voller Lust in die dicke Cremeschicht, macht gute Mine zum süßen Spiel. Ihr könnt danach ja einfach mal mit dem Rad zur Arbeit fahren oder eine Runde um den Block joggen oder so.


Red Velvet Cupcakes
Rezept für 10 – 12 Cupcakes

Zutaten
für die Cupcakes

60 g zimmerwarme Butter
150 g feiner Zucker
1 Ei
10 g Backkakao
1,5 TL rote Backfarbe
Mark von 1 Vanilleschote
120 ml Buttermilch
150 g Mehl
1/2 TL Salz
1/2 TL Natron
1 1/2 TL Weißweinessig

für das Frosting
300 g Puderzucker (ehrlich, kein Witz!)
50 g zimmerwarme Butter
125 g Frischkäse, kalt (Philadelphia funktioniert angeblich am besten, daran habe ich mich gehalten)

Zubereitung
Den Ofen auf 170 °C (Ober-/Unterhitze) vorheizen und eine Muffinform mit Papierförmchen auskleiden.
Mehl mit Salz, Natron und Backkakao verrühren und beiseite stellen.

Butter und Zucker mit dem Mixer fluffig aufschlagen, dann das Ei, das Vanillemark und die Lebensmittelfarbe zufügen und zusammenrühren. Dann die Hälfte der Buttermilch und die Hälfte der Mehlmischung zufügen, wiederholen, Essig dazu und alles ein, zwei Minütchen ordentlich miteinander vermixen.
Den Teig auf die Muffinsförmchen verteilen, in den Ofen schieben und ca. 20 Minuten lang backen (Stäbchenprobe!). Auskühlen lassen, bevor ihr mit dem Frosting anfangt, ist klar, ne?

Für dieses Puderzucker und Butter mixen, bis alles gut vermengt ist. Dann den Frischkäse zugeben und nur so lange miteinander verrühren, bis sich die Zutaten miteinander verbunden haben – ansonsten fabriziert ihr eine süße Pfütze und ihr könnt von vorne anfangen. Aber kein Stress, ist echt easy. Ihr könnt ja auch Sahne aufschlagen ohne Butter zu fabrizieren, dann klappt's auch mit dem Frosting.

Quelle

2014/03/24

Scharfes Paprika-Gulasch, vegan

Es ist schon Wochen her, dass ich dieses Rezept aus Deutschland vegetarisch gekocht und fotografiert habe. Halbwegs ansprechende Foodfotografie ist bei mir gerade ungünstig – ich habe mir nämlich in den Kopf gesetzt, in der einen Woche Urlaub, die ich jetzt habe, sowohl das Wohnzimmer umzustellen und -dekorieren als auch den Balkon zu sanieren. Deswegen steht zur Zeit alles Kopf, insofern müsst ihr kurzzeitig mit diesem Archivbild vorlieb nehmen.
Generell war's hier die letzten Wochen etwas ruhiger, dabei habe ich durchaus gut und gerne gekocht. Sogar gleich drei neue Kochbücher sind eingezogen, und weitere werden folgen, denn – obacht! – der Geburtstag naht mit großen Schritten. Samstag ist es so weit. 
Nun, es ist verrückt, wie schnell man alt wird, oder? Die Kindheit schleicht so dahin, die Tage sind  unendlich, das Zeitgefühl ist ein ganz anderes. Und dann, nach der Schule, geht's plötzlich zack-bumm-peng, man kommt kaum hinterher. Immerhin habe ich noch ein Jahr bis zur 30, aber warum sollen wir uns was vormachen, letztlich ist auch das nur ein Wimpernschlag.

Ich schweife ab.
Das Gulasch mochten wir gern. Im Gegensatz zum typischen Fleischgulasch empfinde ich die vegetarische Variante durchaus noch als frühlingslegitim. Es hat ordentlich Würze und Schärfe – Mimis sollten ein bisschen acht geben –, schmeckt aber mit gekräuterten Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne sehr frisch. Wie immer habe ich auch hier ein wenig an der Rezeptur gespielt und z. B. 1/2 TL Fenchelsaat außen vor gelassen (bäh) und keine Butter mehr unter das Gulasch gerührt. Damit ist das Gulasch vegan, insofern man auch auf die Saure Sahne verzichtet.

Zur Kochzeit: Haltet euch dran! Ich habe es ein bisschen länger köcheln lassen, Fazit: Die Zwiebeln waren zum Großteil verkocht, das Gulasch dann natürlich schön sämig, aber auch suppig. Sieht man wohl auch auf den Fotos. Einen Vorteil hat die relativ kurze Garzeit natürlich: Das Gericht ist nicht nur was für aufwändige Sonntagmittagessen, sondern lässt sich auch unter der Woche nach dem Job halbwegs bequem kochen.

Da ich für vier Personen gekocht hatte, haben wir den Rest am nächsten Tag direkt nochmal mit Brühe und ein paar Dosentomaten vermengt, ein bisschen nachgewürzt und als Gulaschsuppe gegessen.



Scharfes Paprika-Gulasch
Rezept für 4 Portionen

Zutaten
400 g Gemüsezwiebeln
800 g rote und gelbe Paprika
2 EL Sonnenblumen- oder Rapsöl
1 EL Paprikapulver, edelsüß
1 TL Paprikapulver, rosenscharf
1 Lorbeerblatt
1 TL Kümmelsaat
1 EL Zucker
1-2 EL Tomatenmark
150 ml Rotwein
600 ml Gemüsebrühe (oder Wasser + gekörnte Brühe)
1 Dose Tomatenstücke
1 TL getrockneter Majoran (+ frischer zum Garnieren)
Zitronenschale, frisch gerieben
1 Knoblauchzehe

Zubereitung
Zwiebeln und Paprika würfeln. Öl in einem großen Topf oder Bräter erhitzen und die Gemüse darin bei mittlerer Hitze 10 Minuten braten. Paprika, Lorbeer, Kümmel, Zucker und Tomatenmark hinzufügen und circa 2 Minuten schmoren lassen.

Mit Rotwein ablöschen und 1 Minute (mit geöffnetem Deckel) kochen lassen. Nun Brühe und Dosentomaten zugeben, Hitze runternehmen und offen 25 Minuten schmoren.

Nach Belieben mit Salzkartoffeln und einem Klecks Saure Sahne servieren.

Quelle

2014/03/09

{Give Away} und Shopvorstellung: SAY HALLO von Tree of Tea

Es gibt Dinge, die einem als Blogger leid tun, wenn auch vielleicht unnötig. Ein tolles Testprodukt zu erhalten, begeistert zu sein, sich schwören, seinen Lesern davon sobald wie möglich zu berichten – und es dann einfach sechs Monate zu verpennen, das macht einen (i. e. mich) nicht stolz.
Dennoch ist es so passiert: Letztes Jahr im August habe ich die liebe Anfrage von Tree of Tea bekommen, ob ich mich mal durchs Sortiment testen möchte. Ich, eher von der Fraktion Tee als Kaffee (ich kann Kaffee immer weniger leiden, ehrlich) dachte mir: Kann man mal machen – und hielt ein paar Tage später das Paket in meinen Händen.

Tree of Tea ist ein Onlineshop, der zur MyMüsli GmbH gehört; im Angebot sind wenige Teesorten – insgesamt 8 – , alle aus biologischem Anbau und ausgewählten Pflückungen, wunderhübsch anzusehen, von innen wie von außen. Selbstverständlich wird auch das passende Zubehör angeboten, z. B. Wasserfilter, Teekannen, Zucker, außerdem nette Geschenkboxen und Informationen über Anbaugebiete und Firmenphilosophie (wichtig!). Insgesamt kann man das Angebot durchaus als reduziert bezeichnen, was aber nicht negativ gemeint ist: Man beschränkt sich dort eben auf wesentliche, das hochwertige.


Ich trinke gerne und viel Tee, mag aromatisierte Sorten aber überhaupt nicht. Und kriege Gänsehaut, wenn ich in den Regalen der Super- und Drogeriemärkte „Marzipan-Bratapfel“-, „Caipirinha“- oder „Käsekuchen“-Tees finde. Kein Witz jetzt, es schüttelt mich regelrecht. Was in meinem Teeregal steht? Earl Grey, Sencha, Pfefferminz, Fenchel-Anis-Kümmel, Chai, Brennnessel – naja, und außerdem einige Hustensorten, sowie verschiedene, natürliche Kräuterteemischungen. Ihr seht, ich bin auch dort eher Purist. Insofern hatte Tree of Tea schon halb gewonnen. Musste nur noch die Qualität überzeugen.

Mein persönlicher Lieblingstee ist Earl Grey: Seit bestimmt 4 oder 5 Jahren trinke ich jeden Morgen zum Frühstück ein bis zwei Tassen, und wenn die Zeit es zulässt, auch gerne nachmittags. (Aber nie ohne Milch.) Der Mann konnte dafür den Grünen Tee besser begutachten, hat er doch vor vielen Jahren der gezuckerten Kaffeeplörre, die er dauernd trank, abgeschworen und sich seitdem auf den Genuss von Grüntee spezialisiert. Dabei schwört er auf seine eigene Bio-Lieblingssorte, den Sencha von Alnatura, wohingegen die konventionellen Grüntees von Meßmer, Teekanne und wie sie alle heißen für ihn nix taugen.


Tja, was soll ich sagen? Wir sind hin und weg.
Der Earl wird bei Tree of Tea zu einer MISS GREY, die mit Rosenblüten, Zitronenstückchen, roten Korn- und Ringelblumen nicht nur geschmacklich zur Schönheitskönigin wird. Blumig und zitronig – bzw. bergamottig –, einfach rund, ausgewogen, nicht zu herb, nicht zu schwach. Ein absolutes Highlight.Ähnlich geht es dem Mann mit MANDARIN SPRING (Grüntee): Es ist auch sein Favorit, authentisch, aromatisch-grasig und von einer „sehr facettenreichen Textur“ (Zitat Mann. Wie ihr hört, da spricht ein wahrer Gourmet.). Auch SUN OF HEAVEN (Grüner Tee Sencha Mango) kann was, den mag sogar ich: Ein sehr natürlicher Mango-Einschlag, fernab von den fürchterlichen Exotik-Tees im Supermarkt. Wir trinken diesen Tee gerne mal zwischendurch, gut gekühlt, als netten Ersatz zu Mineralwasser. 
Ich fasse zusammen: Wir beide lieben die Tees von Tree of Tea heiß und innig. So sehr, dass wir nur zu besonderen Anlässen ein Tässchen davon aufgießen, den Tee sogar mehrmals verwenden, um ihn nicht zu vergeuden. … und das muss ja schon was heißen. 

Ha, und wer darf Tree of Tea testen? Ihr!
Ich verlose die Geschenkbox SAY HELLO. Einfach so, weil es Frühling wird, die Sonne scheint und ich noch diesen Monat Geburtstag habe. 


Und so geht's:

× Hinterlasse hier einfach einen Kommentar (bis zum 26.03.) und verrate mir deine liebste Teesorte. 
× Vergiss dabei nicht, deine korrekte E-Mail-Adresse anzugeben, ich muss dich schließlich erreichen.
× Wer das passende Posting auf Facebook teilt, landet zwei Mal im Lostopf. 
× Die Gewinner/innen werden per Zufallsgenerator ausgewählt und per Mail benachrichtigt.
× Teilnahme ab 18. 
× Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen (wäre ja noch schöner!). 
× Auch der Rechtsweg ist natürlich – wie immer – ausgeschlossen.

Hinweis: Ich habe den Tee von Tree of Tea  kosten- und bedingungslos testen dürfen, und die Teebox wurde mir zum Zweck der Verlosung ebenfalls kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dennoch spiegelt der Beitrag allein meine Meinung wider, die nach wie vor von keinem Unternehmen und für kein Geld käuflich ist. 

2014/02/25

Mal was anderes aufs Brötli: Orangen-Kokos-Curd


Mittlerweile sind die 10 Kilogramm Orangen aus Sóller leider aufgebraucht, der Großteil davon hat – ich wusste es von Anfang an – letztlich doch pur den Weg in mein Bäuchlein gefunden.
10 Kilogramm hört sich irgendwie auch nach mehr an als es tatsächlich ist, das geht ratzfatz – hier eine in den Mixer geschmissen, dort eine als Fernsehsnack verzehrt, dann noch fix drei für einen Saft ausgepresst – uuund schwupps, Kiste leer.

Orangen sind neben Mangos und Birnen einfach mein liebstes Obst. Und trotz aller Gier habe ich es geschafft, sie auch anderweitig zu verarbeiten. Zwei Knüller-Rezepte hatte ich euch ja bereits vorgestellt: Zum einen die kandierte Orangenschale (auch Maja ist jetzt großer Fan, zurecht schrieb sie das Wort „Suchtgefahr“ mit in den Titel!), zum anderen die supersaftige Orangen-Tarte nach Zorra. Das letzte Rezept ist dieses Orangen-Kokos-Curd – den Tipp habe ich über meine Facebook-Seite bekommen, vorgeschlagen hat es die liebe Smámunir.

Curd wollte ich eh schon immer mal ausprobieren, warum also dann nicht mal mit Orangen?
Ein leckerer Aufstrich mit exotischer Kokosnote, in Süße und Säure fein ausgewogen, sodass eine willkommene Abwechslung zur täglich konsumierten picksüßen Marmelade gefunden wurde.
Curd ist allerdings bei Weitem nicht so lange haltbar – ein Nachteil – weswegen ich beim nächsten Mal nur noch die Hälfte zubereiten. Den Rest musste ich zwangsläufig in einem fluffigen Orangenkuchen verarbeiten, ein Drama. Für Diejenigen, die bereits an ihre Bikinifigur denken.

Orangen-Kokos-Curd
für 3 Gläschen

Zutaten
100 ml Orangensaft
50 ml Zitronensaft
Schale von 1 unbehandelten Orangen
Schale von 1 unbehandelten Zitrone
150 g Rohrzucker
80 ml Kokosmilch
30 g Butter oder Margarine
3 gestrichene TL Speisestärke
wenige TL Wasser

Zubereitung
Säfte und Schalen der Zitrusfrüchte zuasmmen mit Zucker, Kokosmilch und Butter bzw. Margarine in einen Topf geben und unter Rühren aufkochen lassen. Speisestärke mit wenig Wasser anrühren und mit in den Topf geben, Hitze sofort reduzieren und rühren, rühren, rühren, bis die Masse eindickt.
In sterilisierte Gläschen füllen und kühl aufbewahren. Zügig aufbrauchen.

Quelle
Smámunir